Neue UNESCO-Welterbestätte: Medina Azahara

Foto: Pixabay/JamesDeMers

 
 
 

In der Mitte des 10. Jahrhunderts war Medina Azahara der Kalifaten-Sitz von Cordoba. Aufgrund eines Bürgerkriegs endete das Kalifat jedoch im Jahr 1010 und die Stadt wurde verwüstet. Erst zu Beginn des 20. Jahrhunderts entdeckte man die Überreste von Medina Azahara, die Wassersysteme, Brücken, Straßen sowie unterschiedlichste Alltagsgegenstände umfassten. Die Kalifaten-Stadt war auf Terrassen angelegt worden, wobei diese durch Mauern voneinander getrennt wurden. Dadurch teilte sich die Stadt in drei Bereiche: Auf der mittleren und oberen Stufe war der Königspalast zu finden, während sich im unteren Bereich Wohnhäuser befanden. Außerhalb des Mauergürtels errichtete man außerdem eine Moschee. Am 1. Juli 2018 wurde Medina Azahara nun als UNESCO-Weltkulturerbe ausgezeichnet und ist ein empfehlenswertes Ziel für alle, die sich für die maurische Geschichte interessieren.